Schweigen ist kein neutraler Zustand

Gefühle verschweigen Folgen

Wenn Schweigen mehr zerstört, als wir denken

"Was in aller Welt ist mit euch los? Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht."

Ach, Pippi Langstrumpf.

Zu große Schuhe, rote Zöpfe, bunte Strümpfe, stark, unerschrocken und wie so oft näher an der Wahrheit als manch Erwachsener im Anzug.

Mit diesem Satz trifft sie mitten ins Schwarze.

Natürlich verwelkt die Zunge nicht wirklich wie eine Zimmerpflanze ohne Wasser.

Aber die Seele?

Die kann sehr wohl verkümmern, wenn sie zu lange eingesperrt wird.

Warum wir lernen, unsere Gefühle zu verschweigen

Eingesperrt in ein viel zu enges Gefängnis aus ‘Das sagt man nicht’ , ‘Reiß dich zusammen’ und ‘Andere haben es schlimmer’.

Denn Schweigen ist kein neutraler Zustand.

Es ist ein Stillstand.

Und der kann gefährlich werden.

Die Angst, Liebe und Sicherheit zu verlieren

Das Bedürfnis, über unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, ist tief in uns verankert. Es geht um Bindung, Autonomie, Selbstwert.

Schon früh lernen wir jedoch eine eiserne Überlebensregel:
‘Wenn ich meine Gefühle zeige, verliere ich vielleicht Liebe, Nähe oder Sicherheit.’

Also schlucken wir Wut herunter.
Verstecken Bedürfnisse.

Und halten tapfer durch.

Diese Regel mag uns einst geschützt haben, doch heute hält sie uns oft im Überlebensmodus fest.

Wer so lebt, funktioniert.

Aber lebt nicht wirklich.

Und genau dieses dauerhafte Schweigen über das eigene Ich führt zu dem inneren Verwelken, das Pippi so herrlich direkt beschreibt.

Wenn Schweigen zum inneren Stillstand wird

Wenn die Seele leidet und wir all das Ungesagte nicht in Worte fassen, sucht sich der Druck einen anderen Ausgang.
Dann spricht der Körper.

  • Kopfschmerzen.
  • Magenschmerzen.
  • Ein Kloß im Hals.
  • Ein Rücken, der nicht mehr will.

Nicht um uns zu ärgern, sondern um gehört zu werden.

Man sagt nicht umsonst: ‘Ärger herunterschlucken’ oder ‘etwas bleibt mir im Hals stecken’.

Der Körper zieht die Notbremse, wenn die Zunge zu lange still war.

Er übernimmt das Reden, weil wir es nicht tun.

Wenn der Körper anfängt zu sprechen

Der Ausweg aus dieser inneren Gefangenschaft ist überraschend schlicht und gleichzeitig mutig:

  • Reden.
  • Aussprechen.
  • Zulassen.

Sich erlauben, ehrlich zu sein.
Erst wenn Gefühle benannt werden dürfen, verlieren sie ihren lähmenden Griff.

So können alte Überlebensmuster langsam ersetzt werden und aus bloßem Durchhalten wird wieder Leben.

Reden als mutiger Schritt in die Freiheit

Wer den Mut findet, sich zu zeigen, wie er wirklich ist, öffnet die Tür aus diesem inneren Gefängnis.

Ganz im Sinne von Pippi: stark, eigenwillig und aufrecht.

Ein Ort, an dem Worte sein dürfen

Und genau dafür gibt es Die Gedankenbank.

Einen Ort, an dem du reden darfst, ohne bewertet zu werden.

  • Ohne Beurteilung.
  • Ohne gut gemeinte Ratschläge.
  • Hier wird zugehört.
  • Einfach zugehört.

Nimm gerne mit mir Kontakt auf.

Nach oben scrollen

Die Gedankenbank

Welche Fragen hast du?

Die Gedankenbank

Unverbindliche Anfrage