Geboren an einem Mittwoch im Dezember 1968. Ein Wintertag in Nürnberg.
Fast fünf Jahrzehnte lang war diese Stadt mein Mittelpunkt, mein Rahmen und lange Zeit auch meine Grenze. Geografisch wie geistig.
Mein Leben wurde über Jahrzehnte von zwei Menschen geprägt, die viel Raum einnahmen und mir wenig ließen: Mein Vater und mein erster Ehemann. Zwei Narzissten. Unter ihrem Einfluss fühlte sich meine Welt mit jedem Jahr ein Stück kleiner und fremdbestimmter an.
2012 begann etwas Neues. Es war nicht laut oder spektakulär, aber es war unumkehrbar. Es war der Moment, in dem meine innere Stimme beschloss, nicht mehr leise zu sein. Was folgte, war kein Ausbruch aus Wut, sondern ein Gehen aus Klarheit.
Ich habe mein altes Leben abgeworfen, um endlich herauszufinden, wer ich ohne die Erwartungen anderer bin.
2015 begann meine neue Ehe und eine Verbindung, die sich absolut richtig anfühlt. Gemeinsam sind wir 2018 noch weiter gegangen: nach Nordschweden. In die Weite. In die Stille. Zu mir.
Von 2022 bis 2024 war die Welt unser Zuhause. Mit unserem selbst ausgebauten LKW reisten wir durch Nordamerika, bevor wir 2024 in Südschweden unsere jetzige Heimat fanden. Heute lebe ich dort mit meinem Mann, zwei Hunden und, was am wichtigsten ist, endlich im Einklang mit mir selbst.
Die Gedankenbank ist aus all diesen Etappen entstanden. In den Jahren des Umbruchs habe ich mir oft jemanden gewünscht, der sich mein wildes Durcheinander im Kopf einfach nur anhört.
Ohne Wertung. Ohne Ratschläge. Ohne sofort ein fertiges Programm parat zu haben. Einfach nur Ohren, die meine Worte still umarmen.
Die Gedankenbank ist ein Ort zum Hinsetzen, zum Aussprechen und zum Sortieren. Ein Ort für alle, die den Mut finden wollen, ihren schweren Mantel auszuziehen und zu zeigen, wer sie wirklich sind. Denn genau dort beginnt die Veränderung.
Empathisches Zuhören durch Lebenserfahrung.
Willkommen auf der Gedankenbank.
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